Ein kleiner Ausflug in die Chronik des Feuerlöschwesens der Gemeinde Walschleben, und die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr bis in die heutige Zeit
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Tag- und Nachtwächter besorgten im Mittelalter neben Ordnung und Sicherheit, beispielsweise das Ausbleiben der Nachbarn dem Schulzen anzuzeigen, festgestellte Stunden zur Nacht ausrufen, fremde Bettler abweisen, auch die Feuerwache.
Die Dorfbewohner hatten laut Dorfordnung mehrere mit Wasser gefüllte Bottiche auf den Dachboden und neben der Haustür bereitzuhalten.
Wenn die Feuerglocke ertönte, liefen die Leute mit ledernen und strohgeflochtenen Eimern zur Brandstelle. Mit Feuerleitern und Feuerhaken wurde dem Feuer zu Leibe gerückt. In Feuergassen standen die Helfer in zwei Reihen. In der einen reichten die Männer die gefüllten Eimer und in der anderen die Frauen die leeren Eimer bis zur Mahlgera weiter. Zu solchen Feuergassen gehörten die Torgasse, die Gutmannsgasse, die Mühlstraße, der Weg von der Schenke bis zum Brunnen oben an der Langen Straße.
1688 gab es die erste Feuerspritze, genannt „Feuerkunst“ die mit Hilfe von Eimern gefüllt wurde in Walschleben.Feuerläufer hatten die Spritze mit Eimern zu begleiten.
1730 wurde das erste Spritzenhaus auf dem „Kirchplan“ – etwa in der Nähe der Roten Schule – erbaut, das 1806 wieder abgerissen wurde.
1730 kam die 2. Feuerspritze hinzu.
Zur Betätigung dieser Spritzenwurden alljährlich namentlich 6 Drucker, 8 Feuerläufer, 2 Mann zur Rettung der Gemeinde – und Kirchendokumente, 2 Handarbeiter und die Pferdeanspanner in einer gewissen Reihenfolge bestimmt.
1806 entsteht ein neues Spritzenhaus an der jetzigen Stelle.
1836 wurde eine Schlauchspritze mit Saugwerk und 40 Ellen Schlauch angeschafft.
1872 Zusammenschluß auf freiwilliger Basis zur Freiwilligen Feuerwehr Walschleben.
1873 veräußerte man die alten „Feuerkünste“ und eine weitere Saug – und Schlauchspritze wurde dafür gekauft.
1876 wurden die Wehren uniformiert.
1877 – 1878 entstanden die ersten Pflichtfeuerwehren, die aus Feuerwehrmännern, Druckmannschaften, Wasser- und Ordnungsmannschaften bestanden.
1925 kam eine noch modernere Spritze hinzu.
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1948 errichtete die Gemeinde ein überdachtes Gerüst in der Südwestecke des Kirchhofes zum Trocknen der Schläuche.
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Der erreichte Entwicklungsstand blieb im wesentlichen bis 1952 unverändert.
Mitte 1952 wurde mit einem TSA und TS 8 eine modernere Löschtechnik angeschafft.
Ständige Vorspannverpflichtungen waren die Begleiterscheinung.
Anfang 1969 wurde unter der Leitung unseres damaligen Wehrleiters Erich Eberhardt das 1806 gebaute Spritzenhaus abgerissen und an gleicher Stelle unser heutiges Gerätehaus errichtet. In vielen freiwilligen Stunden wurde das Bauwerk fast in Eigenleistung durch die Kameraden errichtet.
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1971/72 haben wir unsere 100 Jahrfeier vorbereitet. Im Juni 1972 war es dann soweit. Mit viel Aufwand, aber auch mit Stolz und Freude wurde eine Festwoche durchgeführt.
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Eine unvergeßlicher Höhepunkt war die Übergabe des Löschfahrzeuges LF 8 – TS 8 – STA und natürlich die Taufe auf den Namen „ Schneller Schnackel“.
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Unser „Schneller Schnackel“ steht heute noch genauso stolz wie vor 27 Jahren in unserem Gerätehaus.
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Auch in den Jahren nach der Wende hat sich in unserer Feuerwehr einiges getan. So wurde neue Dienstbekleidung, moderne Funktechnik, Funkmeldeempfänger und neue Preßluftatmer angeschafft um nur einiges zu nennen.
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1993 hat sich ein Geschenk der Gemeinde Budenheim, ein Tragkraftspritzenfahrzeug auf Fahrgestell „Ford“, zu unserem „LF 8“ dazugesellt, welcher einen guten Dienst leistet.
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Als drittes „ Löschfahrzeug“ können wir stolz auf einen umgebauten Trabant sein. Dieser wurde 1997 von den Kameraden als „ Spaß“ zu unserer 125 – Jahrfeier hergerichtet, und wird nur bei besonderen Anlässen „ in Dienst“ gestellt.
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Aber nicht nur die Technik hat sich verändert, auch unser Gerätehaus wurde renoviert und modernisiert. Auf den Einbau der Heizung, ein neues Dach, neue Tore, eine neue Fassade, sowie den neugestalteten Schulungsraum sind wir sehr stolz.
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Derzeit sind in der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Walschleben 39 Kameradinnen und Kameraden aktiv tätig.