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SPORT -  Oskar-Gründler-Gymnasium

Die Volksläufe des Frühlings haben begonnen. Unsere Läufer waren schon recht aktiv:

Beim Frühjahrsklassiker Possenlauf in Sondershausen starteten am 20.03.04 Reinhard Meyer (19 km), Ingolf Wolf (8 km) sowie Vanessa Kerst, Richard Zimmermann, Peter Jacob und Oliver Jacob (4 km).

Der Sömmerdaer Citylauf fand am 03.04.04 statt. Unser Gymnasium vertraten Ingolf Wolf (10 km) und Richard Zimmermann.

Der 24.04.04 war der Tag des Ilmenauer Frühjahrscross. Am Lindenberg war Peter Jacob am Start (2 km) und belegte den 3. Platz.

Prominenter Besuch zum Jahr des Schulsports in der Gebeseer Zweifelderhalle

Anlässlich des Jahres des Schulsportes hatten sich die Gebeseer Gymnasiasten einen der bekanntesten Thüringer Sportler eingeladen. Sportliche Leistungen, so glauben wir, gewinnen an besonderer Bedeutung, wenn sie von einem körperlich behinderten Sportler errungen werden. Der 19-jährige, Sebastian Cleem aus Walschleben, von Geburt an behindert und an den Rollstuhl gebunden, betreibt seit seiner Kindheit aktiven Sport und Leistungssport, nun schon längere Zeit in der Sportart Leichtathletik / Rollstuhlschnellfahren.

Trotz seines noch jugendlichen Alters errang Sebastian bereits unzählige Pokale, Medaillen, Urkunden, Preise usw., so z. B. erreichte er den 2. Platz der WM in Lille über 4 x 100 m, wurde mehrfacher Deutscher Meister über 100, 200 und 400 m und als Sportler des Jahres 2003 in Erfurt ausgezeichnet.

Zurzeit trainiert Sebastian Cleem ganz besonders intensiv, denn er träumt von paralympischen Edelmetall, hat also das Ziel Athen fest im Blick! Uns Schüler beeindruckte der von Sebastian mitgebrachte nagelneue Spezialrennrollstuhl mit Karbonrädern und er erklärte uns nicht nur alles ganz genau, sondern führte auch vor, wie er in diesem Gerät "sitzt" und drehte ein paar Proberunden. Wir stellten natürlich viele Fragen und erfuhren, dass Sebastian vor kurzem ein gutes Abitur abgelegt hat (was uns noch bevor steht!), dass er  zurzeit bei den Erfurter Stadtwerken ein Praktikum absolviert und demnächst (höchstwahrscheinlich) Wirtschaftsinformatik studieren will.

Doch dann kam es noch zu einem weiteren Höhepunkt dieses Vormittages: Sebastians Vater, der gleichzeitig sein Trainer ist, hatte mehrere Rollstühle mitgebracht, in weichen nun Gebeseer Gymnasiasten Platz nahmen, um mit und gegen Sebastian Basketball zu spielen. Wir merkten sehr schnell wie schwierig es ist, nun vom Rollstuhl aus in den Korb    zu treffen, sich vorher den Ball zu "angeln" und sicher zu beherrschen.

Reihenweise purzelten unsere Schüler aus dem Rollstuhl, überstanden die Stürze aber ohne größere Blessuren. Die beste Figur beim Basketballspiel, dass muss man neidlos anerkennen, gab Sebastian ab. Elegant bewegt er sich im Rollstuhl - scheinbar mühelos trifft er mit dem Ball den Korb. In der Gebeseer Zweifelderhalle brannte die Luft, es wurde geklatscht und gejubelt. Für uns Schüler war die Begegnung mit Sebastian ein nachhaltiges Ereignis. Wir erkannten: seine scheinbar nachteilig wirkende Behinderung machte und macht ihn zu einem besonderen Menschen. Sie lehrte ihn zu kämpfen! So wurde Sebastian zu einem Menschen voller Lebensenergie, Selbstvertrauen und Ehrgeiz.

Wir alle, die wir ihn an diesem Vormittag erleben durften, wünschen ihm noch zahlreiche sportliche Erfolge, besonders aber immer gute Freunde und Menschen an seiner Seite, die ihn unterstützen. Vor allem wünschen wir uns auch, dass sich noch mehr Sponsoren finden, die ein Herz für Behindertensportler haben und dass auch von staatlichen Stellen Gelder "fließen", um den Behindertensport zu fördern! Für uns Gymnasiasten ist Sebastian Cleem ein großes Vorbild und wir möchten gern mit ihm in Kontakt bleiben.

Vielleicht findet er bei Gelegenheit mal wieder die Zeit, uns zu besuchen und dann vielleicht von den Paralympics in Athen zu erzählen!

Bericht:

Melanie Schmidt, Julia Grömmer, Katharina Tschiersch und Elisabeth Dreyse

Schülerinnen des Oskar-Gründler-Gymnasiums Gebesee

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